Kein Museum von gestern, sondern gelebte Gegenwart
Anders als man vielleicht denkt, steht das Haus nicht leer. Seit 1991 beherbergt es das "Hasse-Archiv" und dient als Sitz der Hasse-Gesellschaft. Hier wird also nicht nur Geschichte bewahrt, sondern aktiv weitergelebt – ein Grund mehr, warum der drohende Verfall des Gebäudes so alarmierend ist. Ein Gebäude wie dieses lässt sich nicht ersetzen. Es erzählt Geschichte, die man anfassen kann, bewahrt handwerkliches Wissen vergangener Jahrhunderte und macht Bergedorf zu einem Ort mit europäischer Musikgeschichte vor der eigenen Haustür. Verfällt es, verliert nicht nur Bergedorf ein Stück seiner Identität – die Musikwelt verliert einen ihrer letzten authentischen Erinnerungsorte an Johann Adolf Hasse.