Johann-Adolf-Hasse-Platz 1 / Alte Holstenstrasse, 21029 Hamburg

Die bewegte Geschichte des Hasse-Hauses

Entdecken Sie die faszinierende Vergangenheit des einzigartigen Baudenkmals in Hamburg-Bergedorf, dem Geburtsort eines der größten Komponisten seiner Zeit

Ein Bergedorfer Juwel kämpft ums Überleben

Mitten im Herzen von Bergedorf, direkt am Johann-Adolf-Hasse-Platz, steht ein unscheinbares Fachwerkhaus – und doch verbirgt sich dahinter fast 400 Jahre Geschichte. Das "Hasse-Haus" wurde um 1630 als Organisten- und Küsterhaus errichtet und ist der Geburtsort eines der bedeutendsten Komponisten seiner Zeit: Johann Adolf Hasse (1699–1783). Aus dem kleinen Bergedorf hinaus eroberte er die großen Bühnen Europas – und sein Geburtshaus ist bis heute das einzige erhaltene Wohnhaus eines bedeutenden Hamburger Komponisten. Ein Gebäude in einem einmaligen Ensemble historischer Gebäude - Kirche St. Petri und Pauli, Bergedorfer Schloss und Hasse-Haus.

Kein Museum von gestern, sondern gelebte Gegenwart

Anders als man vielleicht denkt, steht das Haus nicht leer. Seit 1991 beherbergt es das "Hasse-Archiv" und dient als Sitz der Hasse-Gesellschaft. Hier wird also nicht nur Geschichte bewahrt, sondern aktiv weitergelebt – ein Grund mehr, warum der drohende Verfall des Gebäudes so alarmierend ist. Ein Gebäude wie dieses lässt sich nicht ersetzen. Es erzählt Geschichte, die man anfassen kann, bewahrt handwerkliches Wissen vergangener Jahrhunderte und macht Bergedorf zu einem Ort mit europäischer Musikgeschichte vor der eigenen Haustür. Verfällt es, verliert nicht nur Bergedorf ein Stück seiner Identität – die Musikwelt verliert einen ihrer letzten authentischen Erinnerungsorte an Johann Adolf Hasse.